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Berlin-Leipzig-Köln: 7 Positionen Malerei

Ineinander verwobene nackte Körper, Ventilatoren, düstere Minen, ein anonymer Rücken, farbig und skizzenhafte Figuration – dass Malerei nicht gleich Malerei ist bewies auch die Ausstellung im Q18 des Quatier im Hafen (Köln-Deutz) . 7 Positionen Malerei näherte sich Themen, die uns im Alltag begleiten und Greifbares mit Schemenhaftem, das Nichtige mit dem Wichtigen verknüpfen – all das mittels Öl auf Leinwand.
Die sieben, im Q18 beteiligten Künstlerinnen und Künstler verbinden biographisch wie künstlerisch drei Städte, welche in der jüngeren Geschichte der deutschen Malerei oftmals in einem Atemzug genannt werden: Berlin – Leipzig – Köln. In der gemeinsamen Werkschau treten ihre Arbeiten in einen Dialog der Gegensätze: Reduzierte und abstrakte Bilder stehen realitätsnahen gegenüber, die hinter die Fassade des Alltags blicken. Schroffe Linien, zentimeterdicke Farbschichten und exzentrische Gesichter zeigen sich neben zarten, nebulösen, fast unsichtbaren Formen. Das Zusammenspiel unterschiedlicher Techniken, Motive und Genres zeigt die Vielfalt, die Malerei als klassisch-zeitgenössische Kunstform ausmacht.

„Painting 2.0: Malerei im Informationszeitalter!“ heißt eine derzeit vielbeachtete Ausstellung in München und fragt nach der Aktualität des Mediums im Kontext digitaler Technologien. Vielleicht beweist sich die Gegenwärtigkeit der Malerei aber gerade in ihrer Widerständigkeit, in dem Beharren auf die leisen Dinge, ewig-menschliche Themenfelder und dem faszinierten „Wow“, das Farbe auf Leinwand seit Jahrhunderten zu entlocken vermag.

Berlin – Leipzig – Köln. 7 Positionen Malerei 23. April bis 5. Mai 2016, Q18 – Quartier am Hafen

Bernhard Ailinger, Oliver Dehn, Thomas Gatzemeier, Thomas Jüptner, Ulrike Pisch, Gerard Waskievitz, Uta Zeidler 


Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Künstler Thomas Jüptner (Köln) und den Kulturgewerken Bonn (Layla Pankratz, Kuratorin, Michael Stockhausen & Julia Krings) organisiert.


Eindrücke von der Ausstellungseröffnung

 

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